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Sonntag, März 24, 2013

Traumhaftes Panamá

In den letzten Jahren hat es mich zwei  Mal nach Panama gezogen. Es tut mir wirklich leid, dass ich euch bisher noch nichts von den tollen Erlebnissen im Land erzählt habe.  Das möchte ich aber jetzt nachholen.
Ich fange mal mit Panama Stadt an:
Als absoluter Großstadtmuffel war ich zunächst von der Idee Panama Stadt anzuschauen wenig begeistert.  Doch im Gegensatz zu vielen anderen Städten in Mittelamerika ist Panama Stadt ein echtes Highlight jeder Reise.  Die Stadt ist eine der vielfältigsten, die ich je bereist habe. 
Am bekanntesten ist natürlich der Kanal. Bei welchem man hautnah miterleben darf, wie sich Ozeanriesen vollbeladen in Millimeterarbeit durch die engen Schleusen manövrieren lassen.  Toll ist dieser Anblick auch bei  Nacht. Ich finde da wirken die Schiffe noch größer!  Kanalbegeisterte können sogar eine Teil-oder Volldurchquerung machen und so auch die Uferwelt am Gatunsee bestauen.
Ich habe mich nicht aufs Schiff begeben, sondern bin zu Fuß losgestiefelt. Da mein Hotel, wie sehr viele Unterkünfte, im Bankenviertel lag war es nicht weit bis an die traumhafte Esplanade. In etwa einer halben Stunde Fußmarsch kommt man hier auf einem tollen Weg nach Casco Viejo, der kolonialen Altstadt. Die teils baufälligen und teils schon renovierten Gebäude versetzen einen wirklich in die Kolonialzeit zurück. In den alten Gebäuden wird an einigen Ecken lokale Kunst angeboten und schöne Innenhöfe laden auf einen Cocktail ein.
Setzt man sich dann in ein Taxi, so ist man in wenigen Minuten auf einer langen Landzunge, an welcher sich am Ende der Jachthafen der Stadt befindet. Neben der Creme de la Creme sieht man hier auch den ein oder anderen Ozeanriesen auf die Genehmigung zur Querung des Kanals warten. Allen Hobbyfotografen rate ich von hier ein Bild von der Skyline der Stadt zu machen. Am besten bei Sonnenuntergang-traumhaft.
Startet man vom Bankenviertel in die andere Richtung zur Besichtigung, so kommt man nach Panama La Vieja. Dies ist die Altstadt, die im 16. Jahrhundert von den Spaniern aufgebaut und nach Angriffen von Piraten im 17. Jahrhundert verlassen wurde. Hier kann man die alten Ruinen besichtigen. Die Panamaer nutzen die freien Rasenflächen zwischen den Ruinen häufig zum Fußball-Spielen – auch ein tolles Bild!
Für alle die sich aus dem Urlaub auch gerne mal ein Souvenir mitnehmen oder für den anstehenden Urlaub noch Ausrüstung benötigen, empfehle ich einen Besuch der riesigen Shopping Malls. Am größten und umfangreichsten ist wahrscheinlich die Albrook Mall.
Naja und alle, die die Stadt dann doch zu laut oder anstrengend finden, können in 20-40 min Busfahrt in den eigenen Metropolitan National Park fahren. Da dieser Park schon seit den 80er Jahren besteht und die Tiere hier wohl wissen, dass sie von den Besuchern nichts Böses zu erwarten haben, wurden hier schon die tollsten Beobachtungen gemacht.
Na, auf den Geschmack gekommen? Naja, dann nichts wie los ins Traumhafte Panama!
(Fortsetzung folgt, ich hab ja noch mehr gesehen als Panama Stadt)

Donnerstag, März 24, 2011

Ökologische Abholzung im Panama Kanal

Das ist doch mal was erfreuliches. Es wird Tropenholz abgebaut ohne, dass dabei die Natur zerstört wird. In Panama ist möglich.
Da der Kanal für immer größere Schiffe zugelassen wird, hat die Regierung beschlossen diesen tiefer auszugraben. Da aber bei Entstehung des Panama Kanals an vielen Orten einfach ein Tal geflutet wurde und deshalb ein riesiger Tropenwald unter Wasser liegt, ist oftmals nicht der Grund des Kanals ein Hinderniss für die Schiffe, sondern alte Urwaldriesen unter Wasser. Die Bäume sind komplett konserviert und in sehr guten Zustand. Lediglich die Spitzen der Urwaldriesen, die an der Wasseroberfläche mit Sauerstoff in Verbindung gekommen sind, sind verottet. Alles Holz das unter Wasser war, ist ist weitgehend in seinem Urzustand, nur eben etwas nasser. Da die Bäume unter Wasser nun aber keinen Zweck mehr erfüllen und den Schiffen auch immer mehr im Weg sind, sind die Panamaer auf die Idee gekommen, aus diesem Kapital ein Geschäft zu machen. Aus diesem Grund rücken nun Taucher an und fällen unter Wasser die Urwaldriesen. Diese Arbeit ist extrem anstrengend und mit Sichtweiten unter einem Meter mit schwerem Gerät auch sehr gefährlich. Aber für gutes Geld haben sich in Panama einige Arbeiter dazu bereit erklärt diese Schufterei auf sich zu nehmen. Nachdem die Bäume unter Wasser gefällt werden, werden Sie mit riesigen Boyen an die Oberfläche gebracht um dort dann per Schleppboot abtransportiert zu werden. An Land werden die Riesen dann sofort gesägt und je nach Bedarf auch getrocknet. Ein Großteil des Holzes wird dann exportiert. Deshalb gibt es nun auch in Europa Tropenholz, für welches zumindest direkt keine Bäume sterben mussten.
Weiter so!