Dienstag, September 21, 2010

Costa Rica und die Promis


Ballrechten, Deutschland

Costa Rica ist mal wieder in den Schlagzeilen. Nachdem innerhalb kürzester Zeit zuerst dieser B-Schauspieler Mel Gibson sein Unwesen in Costa Rica getrieben hat, ist jetzt eine gewisse Heidi Montag und ein Spencer Pratt in Costa Rica gesehen worden. Letztere - glaubt man der Klatschpresse wie Spiegel online - sogar mit Handfeuerwaffen am Flughafen. T-Online berichtet sogar von einem Busen-Angriff auf das kleine Land in Mittelamerika.

Die Böhsen Onkelz sollen angeblich auch ein Haus in Costa Rica haben, genauso wie Steffi Graf.

Warum ich das hier schreibe? Weil es sonst gerade nicht viel Neues aus Costa Rica zu berichten gibt. Außer dass es gerade ziemlich heftig geregnet hat und ein Tennisspiel zwischen André Agassi und Pete Sampras in Alajuela ausgefallen ist.

So, das wars von der Abteilung "Klatsch und Tratsch" bei travel-to-nature.

Freitag, September 10, 2010

Walbeobachtung in Costa Rica




Marina Ballena, Costa Rica

Für die Freunde der Walbeobachtung beginnt jetzt die beste Zeit, nach Costa Rica zu reisen. Die Walsaison beginnt so ab November und wir von travel-to-nature empfehlen entweder den Nationalpark Marina Ballena (Playa Uvita) und die Gegend um die Drake Bay. Vor allem Buckelwale, die ziemlich nahe an die Küste kommen, kann man hier gut beobachten. Wer ein Spektiv hat, kann die Wale sogar vom Balkon spezieller Lodges aus sehen. Wir haben mal an einem Tag über 30 Wale vom Balkon aus beobachtet.

Wir fahren ausschliesslich mit Booten, die sich an den "Code of Conduct" halten. Das sind spezielle Verhaltensregeln für Schiffsführer und Walbeobachter. Das ist wichtig, man darf nicht zu nahe an die Wale ran, niemals durch eine Gruppe durchfahren und z.B. darf auch nicht mit Ihnen schwimmen.

Eine schöne Übersicht über die Walarten Costa Ricas hat die sehr empfehlenswerte Webseite "ticopedia" zusammengesfasst.

travel-to-nature bietet diese Walbeobachtungen im Rahmen einer Verlängerung unserer Rundreisen an. Unser Hot-Spot ist die Drake Bay, wo man neben Walen eben auch noch viele Delfine beobachten und ausgezeichnet schnorcheln oder tauchen kann.



Dieses Video hat mein Sohn Paul am Playa Ballena gedreht.

Mittwoch, September 08, 2010

Galapagos


Ecuador, Galapagos

Ich war 1994 das letzte Mal in Ecuador, damals noch mit Rucksack und ohne Plan. Ich kann mich aber gut erinnern, dass wir, meine Frau Conni und ich, damals für 600 DMark nach Galapagos hätten fahren können. Das war aber unser Budget für die nächsten vier Wochen, also haben wir es schweren Herzens sein lassen.
Der Wunsch, diese Inseln zu sehen, wurde indes immer stärker. Also haben wir gespart, um uns und unseren Kindern diesen Traum jetzt endlich zu verwirklichen.

Und es hat sich echt gelohnt.

Die Tiere dort haben keinerlei Scheu vor uns Menschen. Wenn man sie repsektvoll behandelt, wird man selbst inmitten einer Kolonie nicht weiter beachtet. Es ist ein großartiges Erlebnis, mit Seelöwen oder Grünen Meeresschidkröten zu schnorcheln, Mantas und Rochen tauchen unter dir weg und bunte Fische an allen Ecken und Enden. Wer schon mal durch einen Schwarm solch bunter Fische durchgetaucht ist, weiß, wovon ich spreche.

Noch interessanter ist aber tatsächlich die Evolution zu beobachten. Hier spielt sie sich hautnah vor Dir ab. Nagelneue Inseln, weniger als 100 Jahre alt, werden gerade frisch besiedelt. Auf älteren Inseln hat sich bereits eine eigene Flora und Fauna entwickelt. Das ist unglaublich schön, sowas direkt mit eigenen Augen zu sehen. Die Darwinfinken mit Ihren unterschiedlichen Schnäbeln (augrund verscheidener Futterreservoirs) sind der lebende Beweis.

Natürlich gibt es auch Probleme, die vielen Touristen, die vielen Menschen, die inzwischen auf den Inseln leben. Aber wie es aussieht, tut die ecuadorianische Regierung wirklich viel für den Erhalt der Inseln. So wurden in den letzten Jahren fast alle Ziegen auf den Inseln getötet, um die einheimische Tierwelt zu schützen. Es besteht ein Zuzugstopp und die Zahl der Touristen wird festgefroren. Ob das alles so stimmt, kann ich nach einer Woche Galapagos leider wirklich nicht sagen, aber ich hoffe es.

Unsere Galapagos-Reise ist übrigens schon fertig zu buchen.

Eine Diashow findet Ihr hier:

Mittwoch, September 01, 2010

Haus der Spezialisten on Tour - in Hamburg


Das Haus der Spezialisten lädt Sie auch dieses Jahr wieder zu einem bunten Reisemarkt mit interessanten Vorträgen, vielseitigen Workshops, Showeinlagen und vielem mehr ein. Neben Sari-Wickelkursen, mittelamerikanischer Küche und Salsa-Tanzeinlagen haben Sie den ganzen Tag Gelegenheit, sich über Ihre Lieblingsländer zu informieren und mit unseren Experten neue Reisepläne zu schmieden. Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Genaue Informationen finden Sie hier: Haus der Spezialisten on Tour in Hamburg.

Dienstag, August 31, 2010

Kapawi Lodge, Ecuador




Kapawi, Ecuador

Die Kapawi Lodge wurde 1993 als Kooperation von dem Touroperator "Canodros" aus Guayaquil (Ecuador) und den Achuar-Indianern gegründet. Die Achuar leben in der Provinz Pastaza (benannt nach dem gleichnamigen Amazonas-Zufluss) und Morona Santiago. Die Geschichte der Achuar ist ähnlich der vieler anderer indigener Völker, von mehreren Hundertausend sind noch ganze 6000 Indigenas übriggeblieben.
Canodros hatte die Idee, eine Lodge gemeinsam mit den Achuar zu bauen. Nach und nach sollte die Lodge komplett in die Hände der Achuar übergehen.
Die Achuar waren zuerst mehrheitlich dagegen, doch es fanden sich schliesslich genügend Teilnehmer an dem Pilotprojekt und die ersten Gäste kamen.
Die Anfangsjahre waren schwierig und holprig. Die Ausbildung der Achuar ist sehr mühsam, sie sind nicht an westliche Lebensweisen angepasst und viele gaben ihre dortigen Jobs wieder auf, aber es bildete sich ein Stamm von zuverlässigen Mitarbeitern und Achuar-Guides, die teilweise bis heute in der Lodge arbeiten.
Heute sind knapp 90% der Kapawi-Mitarbeiter Einheimische, in den nächsten 10 Jahren soll diese Zahl auf 100% steigen. Ich selbst halte das für unrealistisch und auch unsinnig, ganz einfach aus dem Grund, weil die Achuar eine ganz andere Lebens- und auch Arbeitsphilosophie haben. Unterdessen ist es so, daß Canodros vorzeitig aus dem Projekt ausgestiegen ist und die Lodge komplett im Besitz der Achuar ist. Ich hoffe wirklich, dass die Lodge erfolgreich weiterbestehen wird, denn der Aufenthalt dort ist wirklich ein Erlebnis. Die Zimmer sind sehr großzügig und offen (Leute mit großer Angst vor Insekten sollten das wissen), die komplette Lodge ist ökologisch gebaut und wird nach höchsten ökologischen und nachhaltigen Kriterien betrieben. Die Guides sind unglaublich gut und haben ein ausgezeichnetes Wissen. Abends am Lagerfeuer werden alte indianische Geschichten erzählt, die Tagestouren sind sehr, sehr schön und wenn man Glück hat, kommen direkt an der Lodge die Rosa Flussdelphine vorbei. Wir hatten das Glück. Die Tiere sind aber sehr schwer zu fotografieren und man kann Sie auf den Bildern nur erahnen. Jeder Gast macht auch einen Ausflug zu einer der Achuar-Communities und kann sich dort mit den Einheimischen (meistens leider nur mit dem Hausherrn) unterhalten.
Ich wünsche den Achuar jedenfalls viel, viel Glück und ich hoffe, daß Holzfäller, Goldgräber und Ölbohrer dieses kleine Paradies nicht bald zerstören.

travel-to-nature bietet diese Lodge als Verlängerungsbaustein im Rahmen der Reise "Viva la evolucion" an.

Rainer Stoll

Montag, August 30, 2010

travel-to-nature in der Zeitung Downunder



Dieses Jahr wurde zum ersten Mal unsere Australien for Family Reise durchgeführt. Wie bei jeder unserer Reisen haben wir natürlich auch in Australien eine Spende in einem Naturschutzprojekt gelassen. Davon waren die Aussies so begeistert, dass wir einen tollen Artikel in der Australischen Zeitung "the Costal Rag" bekommen haben!
Wenn Sie auch mal in eine Australische Zeitung wollen, oder auch nur mal ein Känguru-Baby im Arm halten wollen, können wir Ihnen schon in 2 Wochen unsere neue Australien for Family Tour anbieten.

Donnerstag, August 26, 2010

Wasserabfluss am Äquator

Quito, Ecuador

Liebe LeserInnen, ich komme gerade aus Ecuador/Galápagos zurück und schon geht es rund!

Wir waren am Äquator und haben begeistert und mit großen Augen zugesehen, daß das Wasser auf der Nordhalkugel andersrum abstrudelt als auf der Südhalbkugel. Genau AUF dem Äquator strudelt es gar nicht, da fällt es einfach ins Abflussloch.

Beweis: Video von Paul:



Jetzt gibt es das hochseriöse und über Zweifel fast schon erhabene Magazin GEO, das Gegenteiliges behauptet, es stimme gar nicht, sondern es hinge davon ab, wer das Wasser in den Abfluss kippt. Ausserdem strudelt es auch direkt überm Äquator. Von wegen Corioliskraft u.s.w.

Quelle: GEO

Hat jemand von Euch eine Ahnung, was denn nun stimmt?


Wir bitten unsere Leser, doch mal selbst zu recherchieren, in welche Richtung das Wasser denn nun strudelt. Es soll eine Art halbwissenschaftlicher Feldversuch sein. Wenn Ihr also irgendwann demnächst mal in entfernteren Gegenden der Erde unterwegs seit, lasst am Morgen das Wasser in das Waschbecken, zieht abends den Stöpsel und schreibt mir Eure Beobachtung. Oder macht doch mal ein Video und schickt es mir an rainer @ traveltonature.de bzw. ladet es bei Youtube hoch und schickt mir den Link. Oder fragt Eure Freunde im Ausland, ob sie uns helfen würden. Das möchte ich jetzt doch mal wissen.

Die Ergebnisse trage ich dann in diese öffentliche Landkarte ein.


Corioliskraft
Landkarte von StepMap
StepMap




Vielen Dank schon mal!

Rainer

bisher markiert:

Léon, Nicaragua, Jan Strik (Vapues Tours)
Mitad del Mundo, Ecuador, Familie Stoll
Ballrechten, Deutschland, travel-to-nature
Villarrica, Paraguay, Regina We (Facebook)
Cuernavaca, Mexiko, Erik (Mextrotter)
Kapstadt, Südafrika, Katja Quasdorf (Jenman Safaris, nebst zwei Zeugen)
Sao Paulo, Brasilien, Jara Schreck
Ciudas Colon, Costa Rica, Christoph Schnellbächer
Medellin, Kolumbien, Max Bleyer von viventure (nicht 100%ig sicher..)
Cochin, Indien, Dr. Mathew Moozhiyil (Basis Projekt)
Dirk Hagenbuch, Natavaara, Nordschweden

Endergebnis: Das Wasser dreht sich wie es will, bzw. wie derjenige will, der uns weissmachen will, dass sich das Wasser auf der Südhabkugel andersrum dreht. Es ist definitiv so, daß sich das Wasser nicht andersrum dreht.