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Donnerstag, Januar 19, 2012

Kunstvolle Opfergaben in Mexikos Sonnenpyramide entdeckt

Vor 2000 Jahren war Teotihuacán die wichtigste Metropole der Hochkulturen in Mittelamerika. Seit Jahrzehnten suchen Forscher nach Hinterlassenschaften der damaligen Bewohner. Im berühmten Herzstück der Stadt werden sie fündig.

Mexikanische Archäologen haben in der berühmten Sonnenpyramide von Teotihuacán Opfergaben aus der Bauzeit des Monuments entdeckt. Das berichtete das mexikanische Institut für Anthropologie und Geschichte INAH. Bei den Weihegaben, die vermutlich aus dem ersten Jahrhundert nach Christus stammen, handele es sich um Gegenstände aus Keramik und Obsidian, einem vulkanischen Gesteinsglas. Gefunden wurden auch drei menschliche Figuren aus Jade sowie Überreste von Tieren.

Unter den Jadefiguren ist eine fein geschnitzte Maske. Die Archäologen des Instituts meinen, es könne sich um ein Porträt handeln. "Wahrscheinlich wurden die Weihegaben bei einer Zeremonie zu Baubeginn vor mehr als 1900 Jahren dort hinterlegt", sagte der Archäologe Enrique Pérez Cortés.

Seit 2008 grub ein Forscherteam auf der Suche nach Opfergaben und Grabstätten in den Fundamenten der 65 Meter hohen Pyramide. Es nutzte einen in den 1930er Jahren von Archäologen gegrabenen Tunnel. Von diesem aus wurden dann kurze Seitentunnel gegraben.

Die mächtige Sonnenpyramide bildet das Herzstück der ungefähr 45 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernten Anlage Teotihuacán. Zur Blütezeit im 5. und 6. Jahrhundert war Teotihuacán die wichtigste Metropole Mesoamerikas und eine der größten Städte der Welt. Noch ist unklar, wer die Metropole errichten ließ und warum sie von ihren Bewohnern später verlassen wurde.

Quelle: Financial Times Deutschland

Dienstag, Juli 05, 2011

Gleich zwei archäologische Funde in El Salvador!

Concepción de Ataco/San Salvador, El Salvador

Uns erreichten diese Woche gleich zwei Meldungen über archäologische Funde in El Salvador:
Im gebirgigen Hochland rund um Ataco wurden nun endlich Überreste der Mayakultur freigelegt, die höchstwahrscheinlich zu den ältesten im ganzen Land zählen. Und im UNESCO Weltkulturerbe Joya de Cerén wurden 1400 Jahre alte Maiskolben gefunden, die Rückschlüsse zulassen, wann der Ausbruch des Vulkans Loma Caldera die Siedlungen der Mayavölker unter sich begraben hatte.

Wer die ausführlichen Berichte lesen möchte, kann hier weiterlesen:
Archäologische Stätten in den Bergen von El Salvador entdeckt
1.400 Jahre alte Maiskolben in El Salvador entdeckt

Übrigens war ich selbst erst in Joya de Cerén und ich muss sagen, dass es mal etwas anderes ist, das tägliche Leben der einfachen Maya Bevölkerung zu sehen. Aber natürlich gibt es in El Salvador auch Maya Tempel zu bestaunen, unter anderem zum Beispiel die Maya Stätte Tazumal.


Mayastätte Tazumal, El Salvador (by Mariana Dentsch)

Wer sich für eine Reise nach El Salvador oder generell für das Land interessiert, der kann sich natürlich gerne an uns wenden!

Mittwoch, Juli 28, 2010

32 präkolumbianische Grabstätten geben Licht über einheimische Begräbnis Riten

Ein archäologisches Forschungsteam, des Nationalmuseums von Costa Rica, bestätigte gestern den Fund von 32 Grabstätten mit Überreste von mindestens 26 Personen, die in einem Wohnviertel, in der Mitte der Stadt Cartago, begraben lagen. Die Leiterin des Nationalmuseums, Patricia Fumero, beurteilte die Entdeckung als sehr bedeutsam, wegen der Quantität des archäologischen Materials, womit man weitere Informationen über die Ahnen der Costa-Ricaner herausfinden kann.

In einem Ausgrabungsgebiet von 400 m² haben die Archäologen einen Grabkomplex aufgedeckt, das von 1.100 bis 1.200 Jahre n. Chr. reicht, geformt von 32 rechteckigen Grabstätten."Das überraschendste am Bau der Grabstätten ist die Form, in der große Flusssteine und glatte Steine kombiniert wurden, um eine Struktur mit einem Entwurf in Einklang zu bekommen", erklärte die Archäologin Maritza Gutiérrez, Leiterin des Projekts. Laut Archäologin waren die Steine gewissenhaft und strukturiert mit einer spezifischen Absicht ausgearbeitet.

"Die Leichen wurden nicht direkt begraben. Der Körper stellte man ins Freie, damit dieser 'trocknete'. Sie entfernten Muskel, Gewebe und andere weiche Teile, um nur noch die Knochen begraben zu können. Grabrituale folgten, die wir noch in Einzelheiten erforschen müssen", fügte die costaricanische Archäologin hinzu. Gutiérrez erklärte, dass die Knochen zu jedem Alter gehört haben: Kinder, junge Männer und Erwachsene; obwohl man immer noch das Geschlecht nicht bestimmen kann. Noch zwei Wochen wird das Team an der Ausgrabungstätte forschen um weitere Details herauszufinden.