Montag, März 08, 2010

Magisches Mexiko - Reisetipp

Wir ihr ja schon von Rainer erfahren habt, arbeite ich nun seit letzten Oktober bei travel-to-nature und habe davor einige Zeit bei unserer Partneragentur vor Ort in Mexiko gearbeitet. Reisebegeistert wie ich ja bin, bin ich natürlich auch recht viel im Land rumgekommen und hatte das Glück viele wunderbare Orte zu sehen und interessante Menschen zu treffen…

Ich kann allen Mexikoliebhabern unsere „Magisches Mexiko“ Reise wirklich sehr empfehlen, da sie Sie an Orte führt, die noch immer sehr authentisch und geheimnisvoll sind und von den großen Touristenmassen glücklicherweise noch größtenteils verschont geblieben sind.

Unsere Rundreise beginnt in Oaxaca. Die heute ca. 600.000 Einwohner zählende Stadt gehört ohne Frage zu den schönsten Städten Mexikos und hat seinen Besuchen tagsüber und auch abends viel zu bieten. Oaxaca ist eine andere Welt - eine Welt voll eigener Farben, Gerüche und Laute, die einem ganz fremd und irgendwie doch vertraut vorkommt. Überall findet man kleine Märkte auf denen die Einheimischen Ihre Kunsthandwerke verkaufen…
Nach der Besichtigung der bekannten archäologischen Ausgrabungsstätte von Monte Alban, der ehemaligen Hauptstadt der Zapotheken, und dem kleinen Dörfchen San Augustín Etla, geht es dann an Tag 3 weiter nach Ocotlán im Zentraltal von Oaxaca, wo man zusammen den exotischen Wochenmarkt besucht (hier gibt es vom lebedingen Truthahn bis hin zu „köstlich“ zubereiteten Heuschrecken wirklich alles) und so richtig in den Alltag der Indígenas eintauchen kann. In den nächsten Tagen steht dann eine Wanderung durch die majestätische Sierra Norte an. Ausgangspunkt der Exkursion ist Llano Grande, ein kleines Dorf auf knapp 3100 m Höhe. Von dort aus geht es dann durch den Wolkenwald zu verschiedenen Aussichtspunkten und einer rituellen Opferstelle der Zapoteken. Übernachtet wird in einem der urgemütlichen Gästehäuser der kleinen Dörfer. Nach einem deftigen Bergfrühstück heißt es dann an Tag 6 auch schon Abschied nehmen vom Bundesstaat Oaxaca, denn nun geht es auf der weltberühmten Panamericana weiter in Richtung San Cristóbal de las Casas (meiner absoluten Lieblingsstadt in Mexiko!) Auf dem Weg gibt es noch einen Stop an der spektakulären Ausgrabungsstätte von Yagul, die auf Grund ihrer Lage immer noch als Geheimtipp gilt und von nur wenigen Touristen besucht wird. Die nächsten Tage verbringt man dann in San Cristóbal de las Casas und seinen umliegenden Indianergemeinden San Juan Chamula und Zinacantán. Ein wirkliches Erlebnis! Doch wer hier die Idylle eines mit der Natur im Einklang lebenden Volkes sucht wird wohl eher enttäuscht werden. Nirgends sonst wird der Konflikt der Indios deutlicher, ein Volk zwischen Moderne und Tradition, zwischen prehispanischem Glauben und Katholizismus. Die Leute in diesen Dörfern haben den Spaniern sehr lange Widerstand geleistet und immer wieder gegen die unwürdige Behandlung rebelliert. Fremden gegenüber sind sie deshalb auch heute noch recht abweisend, und auch ihr Dorf ist eigentlich wenig einladend. Trotzdem muss ich sagen (und ich kenne viele, denen es ähnlich geht), dass mein Besuch in diesen Dörfern mein beeindruckendstes Mexiko Erlebnis war und mich natürlich auch sehr nachdenklich gemacht hat. Nach den Tagen in San Cristóbal steht dann direkt ein weiterer Höhepunkt der Rundreise an: Vorbei am grünschimmernden Lago de Montebello geht es hinein in den Regenwald der Lacandonen, die als Ur-Mayas schlechthin gelten und niemals, weder von den Azteken noch von den Spaniern, mit Waffen erobert wurden. Heute gibt es nur noch ca. 600 Lacandonen, die extrem zurückgezogen im Regenwald zwischen den Flüssen Usumacinta und Jatate leben. Vom Urwald geht es dann in den nächsten Tagen weiter über Bonampak, Calakmul und dem seit 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe zählenden Palenque, bis zum letzten Zielort der Reise: Tulum! Tulum ist einer der Orte die man einmal im Leben sieht und wohl nie wieder vergisst. Es gibt wohl kaum einen Reiseführer, der nicht in den höchsten Tönen von dem Örtchen schwärmt. Obwohl die Maya Festung eigentlich eher unspektakulär ist, gelangte sie aufgrund ihrer spektakulären Lage, unmittelbar auf einer Kalksteinklippe 12 m über dem Meer, zu Berühmtheit. Der Name Tulum bedeutet so viel wie „Stadt der Morgenröte“ und ich kann wirklich allen Reisenden empfehlen sich Tulum früh morgens bei Sonnenaufgang anzuschauen-wunderschön! Nach einem letzten entspannten Tag am weißen Sandstrand geht es dann nach 17 Tagen Rundreise auch schon wieder zurück in Richtung Heimat. Doch keine Sorge - Sie werden bestimmt noch sehr oft an diese wunderbare Reise durch die einzigartigsten und facettenreichsten Regionen Mexikos zurückdenken und ich bin mir ganz sicher, dass Sie eine Menge interessanter und liebenswürdiger Menschen kennenlernen werden, mit denen Sie noch lange über Ihre Rundreise hinaus in Kontakt bleiben werden.

Keine Kommentare: