Alvaro hat uns einen Zeitungsartikel über den Vulkan Poás geschickt und ich habe mal versucht ihn für unsere Leser zu übersetzen:

Seit 25 Jahren keine hohen Temperaturen mehr im Poás
Seit mehreren Monaten wird ein Anstieg der Aktivität der Fumarolen am Vulkan Poás verzeichnet, eine Situation, die vor allem die Nachbarn in der Region beunruhigt, die mit Angst von der Aktivität des Kolosses berichten.
Gestern morgen bildete sich eine Spalte, was laut Experten seit vergangenem Herbst beobachtet worden war und die durch Wasserdampf und magmaähnliche Gasen geformt wurde.
Auch die Temperatur dieser Fumarolen hat sich seit dem Vorjahr erhöht, ein Phänomen, das seit Mitte der 80er Jahre nicht mehr in Erscheinung getreten war.
Doktor María Martínez, die das geochemische Labor vulkanischer Ströme und das Programm zur Vulkanüberwachung des vulkanologischen und seismologischen Observatoriums Costa Ricas (Ovsicori) koordiniert, erklärt, dass dieses Phänomen in diesem Vulkan eher ungewöhnlich sei.
„Die Tatsache, dass Fumarolen mit hohen Temperaturen im Poás vorhanden sind, ist ungewöhnlich, es ist vielmehr ein seltenes Ereignis und zuletzt hat man solche hohen Temperaturen zwischen 1981 und 1986 registriert. Fumarolen dieser Art sind selten, aber sie laufen durchaus periodisch als Teil des magmatischen Prozesses ab, der im Vulkan stattfindet“ erklärt sie weiter.
Laut Martínez zeigte die letzte im vergangenen März durchgeführte Studie, dass die registrierte Höchsttemperatur 830°C betrug, ähnlich verhielt sich der Vulkan vor einem Viertel Jahrhundert. „Was sich zwischen ‘81 und ‘86 abspielte, war der Aufstieg einer kühlen Magmamasse unterhalb der Kuppel (vulkanische Struktur, die sich im südlichen Teil des Kraters befindet). Dieser Magmakörper stieg an die Oberfläche, brach zwar nicht durch, aber er näherte sich an und erzeugte so Fumarolen mit hohen Temperaturen. In diesen Jahren verzeichnete man Temperaturen zwischen 400 und 1000°C“ sagt sie.
Der Temperaturanstieg
Die Forscherin des Ovsicori fügt hinzu, dass der Koloss verschiedene Verhaltensweisen zeigte, die den Anstieg seiner Aktivität bewiesen haben.
Laut der Expertin war die Aktivität der Fumarolen zwischen 1995 und 2005 instabil und der See vergrößerte sich beträchtlich. Seit 2005 vergrößerten sich die Fumarolen und der Kratersee veränderte seine Farbe.
„Dieser Farbwechsel deutete auf eine größere Kraft der Fumarolen, die sich durch den Boden bohrten. Dieser Anstieg der Aktivität der Fumarolen ist verbunden mit dem größeren Hitzefluß durch die Fumarolen in der Kuppel“ betont sie.
Obwohl die Nachbarn berichteten, dass der Vulkan Asche spucken würde, konnte das Ovsivori keinen Niederschlag irgendeines festen Materials bestätigen.
„Was da aufgrund der Fumarolen aufsteigt sind vor allem Wasserdampf und magmatische Gase, die sehr fein sind und vom Vulkan in die Atmosphäre transportiert werden. Das Vorhandensein dieser Partikel kann, abhängig von ihrer Anzahl und Größe, dem Vulkanrauch verschiedene Farbtöne geben“ so Martínez.
Die Expertin fügt hinzu, dass der Anstieg der Fumarolen Auswirkungen haben könnte. „In der Vulkanspalte gibt es vor allem Wasserdampf, aber auch andere magmatische Gase wie Kohlendioxid, Schwefeldioxid oder Chlorwasserstoff, die die Umwelt, die Infrastruktur, die Fauna, Flora und Menschen schädigen könnten.“
Weiter Vulkane im Fokus
Laut María Martínez werden derzeit die drei aktivsten Vulkane permanent überwacht: Poás, Turrialba und Arenal.
Der Turrialba: In den letzten Tagen zeigte der Vulkan ziemlich viel seismische Aktivität und produzierte weiterhin sehr viel Dampf und Gase. „Der Turrialba ist ein sehr dynamischer Vulkan, der jeden Moment etwas anderes macht, das seismische Muster ändert sich oft und man muss ihn täglich aufmerksam beobachten.“
Der Arenal: in den letzten Wochen zeigten sich Lavaströme und Gasausstöße, das typisch ist für das Verhalten dieses Vulkans.
(aus: Diario Extra)
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