Wendet man sich an der Station nach rechts (Westen), so gelangt man in das Gebiet "Las Pailas", in dem man auf einem schönen Rundweg (ca. 3 km) die vulkanisch aktive Zone mit sprudelnden Schlammlöchern und dampfenden Erdspalten besuchen kann.
Von der Rangerstation aus nach links (Osten) führt der Hauptweg vorbei am Escondidas-Wasserfall in Richtung Vulkangipfel. Ein Naturpfad, welcher durch vielfältige Vegetationszonen verläuft, führt zum dortigen Krater. Der Aufstieg beträgt ca. 3,5 Stunden, ist jedoch auf Grund starker Fallwinde oft nicht ganz unproblematisch. Oben angekommen gibt es eine beeindruckende Aussicht. An klaren Tagen ist es durchaus möglich, die Karibik, den Nicaragua-See und selbstverständlich den Pazifik zu sehen. Südöstlich des Hauptkraters befindet sich die Lagune Jilgueros mit einer kleinen Insel in der Mitte.
Der Nationalpark Rincón de la Vieja verzeichnet ein großes Vorkommen an Guaria Morada ('Cattleya skinneri', eine Orchideenart), der Nationalblume Costa Ricas.
Aber auch Tierbeobachter können hier auf ihre Kosten kommen, denn im Gebiet des Nationalparks leben Raubkatzen, Tapire, Agutis, Ameisenbären, Gürteltiere, Faultiere und mehrere Affenarten.
Wissenswertes
Über die Entstehung des Namens Rincón de la Vieja gibt es eine nette Sage:
Einst verliebte sich eine indianische Prinzessin in den Häuptling des feindlichen Nachbarstammes. Als ihr Vater davon erfuhr, entführte er den Häuptling und warf ihn in den Vulkankrater. Aus Trauer lebte die Prinzessin seitdem am Rande des Kraters und gebahr dort auch den Sohn des Geliebten. Weil sie jedoch wollte, dass der Sohn bei seinem Vater war, warf sie auch ihn in die Tiefen des Kraters. Den Rest ihres Lebens verbrachte sie als alte und weise Wahrsagerin weiter am Rande des Vulkankraters. Die Leute benannten den Vulkan ehrfurchtsvoll nach ihr, der "Alten", denn "Rincón de la Vieja" bedeutet "Der Ort, wo die Alte lebt".
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