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Donnerstag, September 06, 2012

Malaysia: Urlaub im Langhaus Annah Rais

Kuching, Malaysia, 20.8.2012

Während unserer Pilotreise "Teens on Tour Malaysia" machten wir zwei Tage lang Station in einem Langhaus auf Borneo. Und wider Erwarten wurde das einer der Höhepunkte unserer dreiwöchign Reise. Wir kamen in einem Homestay-Projekt unter, das heißt, alle Gäste wohnten bei Einheimischen, die solange bei Verwandten untergekommen waren. Die Unterkünfte waren sehr sauber, natürlich auch sehr einfach, aber jeder war zufrieden. Die Teens schliefen fast alle zusammen in einem Raum und machten es sich auf Matratzen gemütlich, die meisten der Eltern kamen in richtigen Betten unter. 

Alle lauschen dem Geschichtenerzähler
Unser Gastgeber, Herr Ringin, hat eine unglaublich schöne Art, Geschichten zu erzählen. Wir lauschten ihm gerne bei seinen Vorträgen über das Leben in einem Langhaus. 

Herr Ringin erklärt unser Essen

Natürlich ist die traditionelle Küche ein wichtiger Bestandteil des Aufenthaltes. So gut wie alles wird aus Bambus gemacht und es wird auch in Bambusstäben gekocht und der Ofen wird mit Bambusrohr geheizt. Bambushühnchen ist wirklich unglaublich lecker!

Der legendäre Adlertanz

Am Abend gab es dann eine traditionelle Tanzaufführung. Spätestens beim "Adlertanz" hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Mich sieht man hier als 2ter von rechts, der wohl imposanteste Adler im Langhaus :-)

Elisa spielt auf traditionellen Instrumenten

Die musikalisch Begeisterten unter uns durften dann anschliessen noch die Instrumente Sarawaks ausprobieren.

Kochen im Bambusrohr

Als Ausflugsziele standen bei uns eine Fahrt auf dem Bambusfloss auf dem Programm und ein ca. 4 stündiges Dschungeltrekking zu einem traumhaft schönen Wasserfall. 

Wir waren alle restlos begeistert und der Aufenthalt in einem Langhaus und dieser Programmpunkt wird sicher auch in den nächsten Jahren im Programm bleiben.

Die Reise könnt Ihr hier buchen: Teens on Tour Borneo und Malaysia

Viel Spaß!

Rainer

Montag, Mai 03, 2010

Abseits der Touristenpfade

Es gibt ja Phrasen, die regen dich auf. Und im Tourismus sind das ziemlich viele. Dazu gehören Sätze wie "Die Seele baumeln lassen" oder "Du kommst als Fremder und gehst als Freund". Es stimmt, die Reisebranche ist nicht all zu kreativ, wenn es um das Texten von Reiseangeboten geht. Da nehme ich mich überhaupt nicht aus, irgendwann schleichen sich auch bei mir diese omnipräsenten Reisephrasen ein. Aber es gibt einen Satz, der bringt mich langsam zum Wahnsinn. Im Titel dieses Blogs habt ihr den Satz schon gelesen: "Abseits der Touristenpfade" oder in der Variation "Abseits der ausgetretenen Touristenpfade". Diesen Satz würde ich, hätte ich genügend Befugnis, mit sofortiger Wirkung verbieten. Wie kann man denn eine touristische Dienstleistung anbieten, die abseits der Touristenpfade liegt? Geht ja gar nicht. Man kann auch nicht schwimmen gehen, ohne naß zu werden. Mein Ex-Kollege Steffen Wagener, macht sich seit Jahren über diesen Satz lustig. Und als ich den Satz heute morgen bereits zwei mal lesen musste, dachte ich, da muss ich was dazu schreiben.

Sucht man im Internet nach "Abseits" und "Touristenpfade" findet Google übrigens 226.000 Treffer. Ich hätte ehrlich gesagt sogar noch mehr erwartet.


Auf jeden Fall werde ich heute noch meinen Kolleginnen und Kollegen nahelegen, den gemeinsamen Gebrauch der Worte "Abseits" und "Touristenpfade" zu vermeiden. :-)

Geht es euch genau so? Gibt es Tourismusphrasen, die wir bei travel-to-nature unbedingt vermeiden sollten?