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Donnerstag, November 22, 2012

Familienreise in Costa Ricas Süden

Ballrechten, 22.11.2012


Naturnah und abenteuerlich!  –eine Familienreise durch den Süden Costa Ricas
Unser Abenteuer in Costa Rica beginnt bereits am dritten Tag der Reise. In den ersten beiden Tagen nach der Ankunft haben wir schon allerhand gesehen. Wir haben eine kleine costa-ricanische Stadt kennengelernt und die Augen unserer Kinder sind seit der Ankunft im Flughafen immer größer geworden. Es gibt so viel Unbekanntes und Exotisches zu entdecken – allein der Einkauf von Obst wird zu einem einmaligen Erlebnis. Es gibt riesige Papayas, stachelig birnenförmige Kugeln mit dem Namen Guanabana und kleine orangene Früchte, sogenannte Naranjillas, die man zur Freude unserer Kinder mit dem Mund aussaugen darf. 

Unsere Kinder sind begeistert – ebenso wie wir – als wir nun am dritten Tag auch noch den Regenwald kennenlernen. Auf dem Pferd geht es durch die grüne Wildnis und wir können uns nicht satt sehen an den vielen exotischen Blumen und Pflanzen. Dann kommen wir zum eigentlichen Höhepunkt dieses Tages – zu den Canopy-Plattformen, wo wir mit Helm und Hüftgürtel ausgestattet von Baum zu Baum sausen. Beim ersten Mal schlottern uns Erwachsenen noch die Knie, die Kinder sind dagegen natürlich schon unerschrocken und unter Jubelgeschrei auf der nächsten Plattform gelandet. Danach können auch wir nur noch staunen. Wir fliegen über rauschende Wasserfälle und moosbedeckte Felsen, überqueren eine Hängebrücke und genießen die grandiose Aussicht und vor allem den unglaublichen Spaß, den man dabei hat. Zum Schluss baden wir in einem Wasserfall und kehren ermüdet aber überglücklich zum Hotel zurück.
Am nächten Tag, Tag 4 unserer Reise, sehen wir dann die ersten Tiere. Bei einer Bootsfahrt auf dem Guacalillio Fluss entdecken wir mehrere Krokodile, die träge am Ufer liegen und eines, das sich plötzlich erschreckend schnell bewegt, zum Glück jedoch nicht in unsere Richtung. Im nächsten Moment zeigen die Kinder bereits begeistert auf große bunte Flecken in den Bäumen, die sich als rote Aras herausstellen. Auch am folgenden Tag haben wir Glück und erleben erneut etwas Unvergessliches und Einmaliges. Wir sehen mehrere Delfine und sogar zwei Wale. Unsere Kinder schnattern aufgeregt, zeigen hierhin und dorthin, haben rote Gesichter und strahlende Augen. Im Anschluss geht es zum Schwimmen in den Pazifik und so fallen wir am Abend wieder angenehm müde ins wunderbar weiche Bett des Hotels. 

Der nächste Tag führt uns in den Manuel Antonio Nationalpark. Wir haben vor der Reise viel über diesen Park gehört und gelesen. Trotzdem sind wir sprachlos, als uns die ersten Affen über den Weg laufen. Die Natur so hautnah zu erleben ist ein unglaubliches Erlebnis und kein Foto kann dies wirklich wiedergeben. Das erleben wir immer wieder auf unserer Reise – ob es nun die süßen Faultiere und frechen Totenkopfäffchen im Nationalpark oder aber die mächtige Atmosphäre des grollenden Berges, des Vulkans Irazu und seines giftgrünen Kratersees sind. Wir sind immer wieder von der Vielfalt und der Funktionalität der Natur überrascht.
Neben den tollen Erlebnissen lernen wir auch täglich mehr über die Natur. So lernen wir auf der Finca Köbö bei einer kleinen Ökotour zum Beispiel die Kakaoplanze und ihre Nachbarn, die Bananen- und Ananasstauden kennen. Unsere Kleinste kann gar nicht fassen, dass die heiß geliebte Schokolade am Baum so komisch aussieht. Auch über den Naturschutz erfahren wir eine Menge und dürfen im Anschluss dann sogar jeder ein kleines Bäumchen pflanzen.

Die letzten Tage der Reise verbringen wir an der Karibikküste. Hier besuchen wir eine Wildtierauffangstation und lernen so noch einmal viel Neues über die Tiere und den Tierschutz. Am letzten Tag liegen wir am weißen Strand, blicken um uns, sehen Mangrovenwälder, Palmen, den Ozean und wissen jetzt schon, dass wir wiederkommen werden. Es ist tropisch heiß, es gibt Moskitos und es ist ein weiter Flug, aber dieses kleine paradiesische Land mit seiner großartigen natürlichen Vielfalt hat uns in den letzten 2 Wochen immer wieder staunen lassen, uns bereichert und neugierig gemacht.


Beratung und Information:
travel-to-nature GmbH
Jara Schreck, Tel. ++49 7634 5055-16

Donnerstag, Oktober 07, 2010

It's raining... but no men!


Ciudad Colón, Costa Rica

Um diverse Berichte über die "Regen"-Zeit hier mal live aus Costa Rica zu ergänzen: Regen ist leicht untertrieben, es schüttet hier seit Tagen wie aus Kübeln! Nun bin ich schon seit über zwei Monaten bei der Partneragentur von travel-to-nature in Costa Rica und dieses Land ist immer wieder für eine Überraschung gut. Zur Zeit ist es eben dieser Regen, den ich in solchen Massen nicht erwartet habe und der mich langsam verstehen lässt, warum mittlerweile selbst lateinamerikanische Mädchen auf Tokio Hotel stehen und "Durch den Monsun" mitkreischen. Auf Englisch, versteht sich.
Jedenfalls ist es auch wissenschaftlich nicht falsch zu sagen, dass es derzeit mehr regnet als normalerweise um diese Jahreszeit. Die lokale Bevölkerung scheint dem verhältnismäßig gelassen gegenüberzustehen (solange, bis sie dann selbst betroffen sind), ganz im Gegensatz zu meinen Haaren, die diese Luftfeuchtigkeit als Entschuldigung sehen wild Party zu machen. Mädels, Costa Rica ist ein Traum, aber das Glätteisen könnt ihr getrost zu Hause lassen ;)
Aber nicht nur meine Haare leiden unter den Wetterverhältnissen. Viele Straßen hier sind kaum mehr befahrbar oder mussten abschnittsweise komplett gesperrt werden, da sie den Wassermassen nicht standhalten konnten. Gründe dafür sind zum einen die zu schnell erledigte und daher wenig durchdachte Fertigstellung der Straßen und zum anderen die Erdmassen, die durch den Regen gelöst werden und teilweise in großen Brocken oder Schlammlawinen auf die Straßen rutschen. Teilweise ist die Straße somit einfach abgesackt. Auch Brücken wurden durch die Wassermassen schon weggespült.
Aber hey, die Hoffnung stirbt zuletzt und irgendwann wird auch der Regen aufhören. Sein Gutes hat er ja: Durch ihn gibt es hier überhaupt erst die beeindruckende und vielfältige Natur und die REGENwälder  Und die Sonne wird sich hoffentlich auch in den nächsten Tagen mal wieder blicken lassen! Falls sie das nicht tun sollte, muss ich mich wohl einfach an die Teile Costa Rica’s begeben, die von diesem Wetter größtenteils verschont bleiben, wie z.B. die karibische Seite. Dort räkeln sich die Leute nämlich noch mit Cocktails und Reggaemusik unter der Sonne und bekommen wahrscheinlich nicht das Geringste von den Problemen durch den Regen mit!
Aus Deutschland lässt sich ja vernehmen, dass der Herbst eingetroffen ist, mit Kälte und Regen, da bevorzuge ich dann doch lieber die Kombination aus Regen und Wärme!

Liebe Grüße aus dem Regen,
Jara