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Montag, August 05, 2013

travel-to-nature-Betriebsausflug mit Zwerger und Raab

Hinterzarten, August 2013

Reinhard erklärt die gefundenen Wasserinsekten

Anfang August war es mal wieder soweit und das TTN Team hat sich aufgemacht, um was Neues auszuprobieren. Ich habe mir gedacht, wenn wir schon Reisen in die Natur verkaufen, dann sollten wir auch mal wieder was in der Natur erleben. Und so konnte ich meinen alten Freund Reinhard Zwerger und sein Team von Zwerger & Raab gewinnen, für uns etwas Außergewöhnliches zu organisieren.

Reinhard kenne ich seit meinen Anfängen aus dem Tourismus, mit ihm gemeinsam habe ich schon vor knapp 20 Jahren die Abenteuercamps im Hochschwarzwald veranstaltet. Vom Tourismusverband Hochschwarzwald haben wir damals die kalte Schulter gezeigt bekommen, heute gibt es Abenteuercamps in ganz Deutschland. Wir beide haben damit begonnen.

Das Thema das Betriebsausfluges war Wasser - Feuer - Spaß

Zuerst lernten wir, wie man im Wald die Gewässergüte anhand von Eintagesfliegen und anderen Wasserinsekten bestimmt. Bei der Hitze an dem Tag der perfekte Einstieg. Danach bauten wir unser Camp auf, lernten die dafür nötigen Knoten, Kniffs und Tricks kennen. Das schönste Camp hatten sicher Anne, Jara und Bianca gebaut.

Jara, Anne und Bianca

Am Lagerfeuer haben wir dann bemerkt, dass wir zuwenig gemeinsame Lieder im Repertoire haben, ich bin halt doch schon ein Stück älter als meine Kolleginnen. Da werden wir dran arbeiten :-)

Der nächste Tag war dann schon etwas aktiver als der Vorherige. Erstmal ging es darum, wie man Feuer machen kann. Welche Hilfsmittel findet man im Wald, welche Materialien verwendet man u.s.w. Unglaublich, wie schwierig das ist. Aber letztendlich haben es dann doch alle geschafft, ein Feuer zu entzünden.

Rainer, Conni und Reinhard beim Feuermachen
Nach einem leckeren Mittagessen und einer kleinen Pause ging es auf die Nepalbrücke. 15 Meter über dem Abgrund sollten wir - perfekt gesichert von Reinhard und Sebastian - auf einem Seil balancierend über einen Canyon laufen. Auch diese Aufgabe haben alle gemeistert. Ich war wirklich sehr stolz auf mein Team und auch auf mich. Das habe ich vorher auch noch nie gemacht.

Nepalbrücke

Noch euphorisch ging es zur "Pamper Pole" - nach einer ausführlichen Einweisung kletterten die Mutigsten von uns auf einen Baumstamm, auf dem ganz oben eine Mini-Plattform angebracht war und sprangen - nur von den Kolleginnen gesichert - in die Tiefe. Ziemlich cool! Ich sage auch gleich, ich habe es nicht versucht. Es reicht, wenn die Mitarbeiter sowas können. Außerdem soll man bei so einem Teamtraining auch lernen, mal "Nein" zu sagen. :-)


 Den Abschluss bildete dann ein Bogenschießen, was nochmal richtig viel Spaß gemacht hat. Wir haben auf alles geschossen, was uns in die Quere kam. Unglaublich, welche Talente in unserem kleinen, feinen Team stecken.
Mark erklärt Conni die korrekte Grundhaltung.

Lobeshymne auf Zwerger und Raab:
Das allergrößte Lob haben sich Reinhard und genauso sehr sein geniales Team um Mark, Sebastian und Jeanne verdient. Immer aufmerksam, ruhig, mit einem unglaublichen Fachwissen ausgestattet haben Sie uns jederzeit ein abwechslungsreiches und auch spaßiges Programm geboten. Das Essen bestand nicht aus Würmern und Käfern (wie einige vorher befürchtet hatten), sondern aus feinsten Leckereien. 

Das TTN Rumpfteam - leider haben ein paar gefehlt. 

Jeder von uns hat sich jederzeit absolut sicher gefühlt, wir haben ein paar Tage die gewohnte Komfortzone verlassen und uns ein bisschen der Natur anvertraut. Abends hat uns Reinhard noch die Sternbilder erläutert, über Meteoriten und Sternschnuppen aufgeklärt und tagsüber haben wir nebenbei noch etwas über Heilkräuter erfahren. 
Wenn Ihr also mal einen Betriebsausflug oder ein Incentive plant, Zwerger und Raab können wir von travel-to-nature absolut empfehlen. Eine tolle Truppe! Vielen Dank vom ganzen Team! 

Euer 

Rainer


Rainer (links) und Reinhard

Dienstag, Januar 08, 2013

Familienreise nach Shanghai

Shanghai, China, 3.1.2013

Diese Stadt (Pudong) in Shanghai wurde in nur 17 Jahren gebaut!




Auf Empfehlung eines Freundes aus dem Haus der Spezialisten waren wir über dem Jahreswechsel in Shanghai, um eine neuen Familienreise zu testen. Ich muss zugeben, anfangs war ich sehr skeptisch, bin ich ja von Haus aus eher ein Mensch der freien Wildbahn, der Natur und der Tierbeobachtung und da war in Shanghai nun gar nichts zu erwarten. Trotz Recherche im Internet fand ich keine Chance, irgendwo spannende Naturbeobachtungen zu unternehmen. Na gut, dachte ich, dann halt nicht.

Aber wir wurden trotzdem nicht enttäuscht.

Am Flughafen angekommen, fährt man eine Stunde mit dem Bus durch gigantische Häuserschluchten, es geht über 3 bis 5-stöckige Autobahnen in die Stadt. Und wir hatten mit Chen Jun von Chinatours einen Reiseleiter, der uns bereitwillig Auskunft über China und vor allem über Shanghai gab. Die Reisegruppe, bei der einige Gäste von travel-to-nature und viventura gebucht hatten, war interessiert und nach ein paar Tagen hatten wir sehr viel Spaß in der Gruppe.

Zu Shanghai kann ich nur sagen, das ist eine komplett andere Welt. Der Transfer zum Flughafen verläuft mit dem legendären Transrapid mit 430 km/h Geschwindigkeit. Der Aufzug in den 88. Stock des Jin Mao Towers dauert knapp eine Minute! Der Service am Kunden ist einzigartig, die Chinesen sind äußerst wissbegierige Menschen, keinesfalls unterwürftig, wie man es uns noch vor 20 Jahren beigebracht hat, aber auch nicht arrogant. Die Technikgläubigkeit und die Markenverbundenheit ist für mich ein Faszinosum. Alles muss schneller, höher, besser sein und daran wird hart, ja pickelhart gearbeitet. Für deutsche Firmen besteht ein riesiger Markt, denn deutsche Produkte sind stark gefragt. Die besten Messer kommen von Zwilling, die besten Woks werden abgeblich von Fissler hergestellt und die besten Autos werden nicht in Japan, sondern immer noch in Deutschland gefertigt. Obwohl beipielsweise Daimler in China produziert ist es en vogue, sich ein in Deutschland gefertigtes Auto zu importieren.

Natürlich habe ich trotz vieler Nachfragen nur einen oberflächlichen Eindruck von Shanghai bekommen, ich kann nichts Genaues über Menschenrechte, Umweltschutz und Produktionsbedingungen in Shanghai sagen, das weiß ich auch, dazu muss man einfach mal länger nach China fahren. Aber ich muss sagen, ich bin schwer beeindruckt, von dem, was ich gesehen habe!

Fünfstöckige Autobahn vom Hotelfenster aus gesehen


Vielleicht gibt es ja auch Naturwunder in China, die es einem Naturmenschen wie mich zu zeigen lohnt? Mal sehen, ich werde meine Augen mal offen halten!

Herzlichen Gruß










Rainer und family

Facebook-Fotos

Donnerstag, Dezember 20, 2012

Trekking in Costa Rica? - Caminata Sukia!

Schon lange wollte ich in meinem Lieblingsland Costa Rica mal ein Trekking machen. Doch irgendwie haben mich die gängigen Touren nicht so richtig gereizt. Da ich nicht gerne durch den Sand und die pralle Sonne wandere, fielen 5 Tage Corcovado schon mal raus. Auch der Chirripo, der von den Temperaturen eher mein Ding wäre schied aus, da ich nicht gerne auf Hin- und Rückweg die gleiche Tour gehe. Ich muss zugeben: Was meinen Urlaub angeht bin ich nicht ganz einfach;-) mein Mann David ist hierbei deutlich unkomplizierter, er erfährt einfach vor Ort was wir machen und ihm machts immer Spaß-toll :-). Nach langem Suchen habe ich aber dann doch das Traum-Trekking Caminata Sukia gefunden und ein knappes halbes Jahr nach Buchung und sehr viel Vorfreude ging es los: Zunächst sind wir mit unseren Mietwagen nach Santa Maria de Dota gefahren. Für alle die nicht wissen wo das ist: ziemlich weit oben in den Talamanca Kordilleren, allerdings auf der Pazifik Seite.
Hier in einem kleinen Dorf sind wir von Rafa unserem „Herbergsvater“ abgeholt worden. Rafa hat uns dann mit zu sich nach Hause genommen, wo wir ein leckeres und liebevoll zubereitetes Abendessen erhalten haben. Hier wurde uns die Route des nächsten Tages erklärt. Schon mal vorab: Es ist nichts für Langschläfer! Um 04:30 Uhr ging unser Wecker am Morgen. Nach einer großzügigen Portion Gallo Pinto, Rührei und Früchten waren wir gestärkt für den Tag. Mit einem Geländewagen starteten wir um 05:00 Uhr zu unserer Fahrt tiefer in die Berge. Nach 2 Stunden Holperpiste war unser Ziel erreicht. Der Start des Sukia Hike. Unser Weg führte uns zunächst durch den Nebelwald. Schon nach knappen 500 Metern entdeckten wir einen Quetzal! Welch Erlebnis!
Weiter ging es vorbei an unzähligen Wasserfällen, durch kleine und größere Flüsse, einfach mitten durch die Natur. Da es eine Woche vor unserem Start durchgängig geregnet hatte, waren die Wege sehr aufgeweicht und es war schon recht anstrengend die Tour zu meistern.
Aber das war Teil des Abenteuers. Nach etwa 4,5 Stunden wandern kamen wir an einer kleinen Bauernhütte an. Hier gab es ein kräftiges in Bananenblättern eingepacktes Mittagessen.
Nach einer kurzen Rast ging es dann leider in strömenden Regen weiter. Auch Teil des Abenteuers ;-). Die nächsten 3 Kilometer gingen sehr steil und matschig bergab, danach ging es dann weitere 3 Kilometer genauso steil und (wer hättes geglaubt) matschig wieder bergauf.
Am späten Nachmittag kamen wir bei Cabinas Las Orquídeas und unserer netten Gastgeberin Doña Lucrecia an. Hier erwarteten uns sehr einfache aber liebevoll eingerichtete Bungalows und sogar eine Dusche! Das hätte ich mitten im Nirgendwo nicht erwartet. Schon recht früh gab es ein leckeres Abendessen und um 07:00 Uhr fielen wir alle erschöpft in unsere Betten. Am nächsten Tag durften wir etwas länger schlafen. Um 05:30 Uhr gab es Frühstück, 06:30 Uhr gings los. Da es am Vorabend geregnet hatte, konnten wir erst jetzt den wunderbaren Blick von unserer Unterkunft genießen.
Wir wanderten zunächst etwa 3 Kilometer in das nächste Dorf San Isidro. Der Weg hier ist gesäumt von Obstbäumen und wir hatten das Glück Mandarinen und Guaven naschen zu dürfen. Weiter ging unsere Tour in Richtung Cerro Nara, dem Geburtsort unseres Guides. Ab hier sprudelten seine Erinnerungen und wir hatten den Eindruck als würde er jeden Halm in der Gegend kennen. Wir waren froh, dass wir genügen Spanisch-Kenntnisse hatten um uns mit ihm zu unterhalten. Nach einem herrlichen Ausblick auf den Pazifik führte uns unser Weg wieder in den Regenwald. Wir haben verschiedene Trogone, Affen, Tukane und auch Schlangen gesehen. Tiefer im Wald wurde es wieder matschig und wir kamen erneut zu einem tollen Wasserfall.
„Noch einen knappen Kilometer, dann sind wir in Los Campesinos. „ hat uns Victor hier gesagt. Wir stiegen über ein kleines Hängebrückchen, gingen noch etwas bergauf und schon waren wir da. Der erste Eindruck war wie im Paradies und dieser sollte sich bestätigen! Die Unterkunft lag auf einer kleinen Anhöhe, von welcher ein tiefer Cañon erreichbar ist. Die andere Seite des Tals ist über eine 125 Meter lange Hängebrücke erreichbar und es fließt ein breiter Wasserfall etwa 45 Meter ins Tal.
Gleich gab es ein köstliches Mittagessen. Als wir satt waren konnten wir das Restaurant noch nicht sofort verlassen. Der Blick über das Tal war einfach zu schön… Von Zeit zu Zeit flogen immer wieder Tukane von Baum zu Baum, die surrenden Kolibris konnten nicht genug von den Blüten bekommen und ein Iguana Männchen hat gemütlich seine roten Stacheln gesonnt. Einfach Traumhaft! Den Nachmittag haben wir dann im Restaurant, auf der Hängebrücke und auf den kleinen Spazier- und Wanderwegen der Lodge verbracht. Abends sind wir dann glücklich in unser hübsches Bungalow gegangen und haben uns auf die nächsten Tage, die wir hier in Los Campesinos verbringen durften gefreut!

Fortsetzung folgt! Weiterlesen lohnt sich auch für nicht Hardcore-Wanderer, jetzt wirds nicht mehr so anstrengend und trotzdem genauso spannend und schön!